Yoko Tawada // The Island of Eternal Life // 多和田葉子: 不死の島

Yoko Tawada beschreibt in ihrer dystopischen Kurzgeschichte »不死の島 / The Island of Eternal Life« ein von von der Aussenwelt abgeschnittenes Land, das sich leicht als Japan identifizieren lässt. Nach der Dreifachkatastrophe von 2011 ereigneten sich in Tawadas Erzählung noch weitere Katastrophen, in der Folge ist die Insel von der Außenwelt isoliert. Ohne Energie und jegliche Industrie leben die Bewohner wie in der Edo-Zeit, erschwert wird das Leben durch eine schwache und fast lebensunfähige junge Generation. Die Alten dagegen sterben nicht, werden immer älter und müssen sich um die kranken Kinder kümmern.

Drei vergrößerte Fotos von Extrablättern aus dem März 2011 bilden die Grundlage des Buches, dem Text sind die Namen von zwanzig Atomkraftwerken in Japan gegenübergestellt sowie die dazugehörigen Koordinaten in fluoreszierender Sicherheitsfarbe. Das Buch wird in einem alubeschichteten feuersicheren »bousaizukin« aufbewahrt, eine kissenartige Kapuze für Kinder, die im Falle eines Erdbebens vor Verletzungen schützen soll. Diese gepolsterten Hauben sind ein fester Bestandteil der Katastrophenschutzvorsorge und hängen am Stuhl eines jeden Grundschulkindes.

Idee, Gestaltung und Ausführung: Veronika Schäpers
Englische Übersetzung: Margaret Mitsutani
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Offsetdruck and Buchdruck von Polymer Klischees in Silber, Grau und hellgrüner, fluoreszierender Sicherheitsfarbe.
Einband aus Enduro-Ice Papier mit einer Acrylschiene im Rücken.
Handgenähte Hülle in Form eines »bousaizukin«, eines Kopfschutzes für Kinder im Falle einer Katastrophe.
Das Kissen wurde von drei Näherinnen hergestellt, deren Kimonoschule im März 2011 zerstört wurde, und die daraufhin eine Kooperative zur Unterstützung vom Erdbeben betroffener Frauen gründeten.
UV-Taschenlampe in einem handgenähten Beutel.
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42 Seiten, 15,5 x 39 cm
Auflage von 35 arabisch nummerierten und 6 römisch nummerierten Exemplaren.
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Karlsruhe, 2024

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